Rookie schlägt Cheffe

Triathlon-CopenhagenMitte August machten sich die Fortunen Frank Holzapfel und Peter Damjancevic auf den Weg nach Kopenhagen, um dort bei der ersten Ausgabe des Ironman Copenhagen teilzunehmen.

Frank reiste aus Berlin, Peter aus Düsseldorf an. Gemeinsam traf man sich am Flughafen und fuhr in das zentral gelegene Hotel. Für Frank sollte es der erste Ironman, ja die erste Langdistanz überhaupt werden, Peter ist da schon etwas routinierter.

Die Wettervorhersagen für das Triathlonwochenende waren alles andere als gut. Am Samstagmorgen goss es bereits aus Kübeln, das konnte ja heiter werden. Zum Mittag aber und besonders beim einchecken der Räder war es dann besser und es kam sogar die Sonne heraus.

Der Abend wurde von den Beiden gemütlich im Hotelrestaurant verbracht, mit alkoholfreiem Bier für Frank, und für den jetzt – wie immer – sehr nervösen Peter ein „richtiges“ Bier. Half aber nicht, erneut schlief er schlecht, wachte schweißgebadet auf und konnte am Wettkampfmorgen wieder nichts essen, während Frank seelenruhig seine Brote schmierte.

Mit der S-Bahn ging es in aller Frühe zum Schwimmstart, dort angekommen ein letztes Mal das Rad überprüft, das ogligatorische Dixie-Klo besucht, die hässliche lilafarbene Badekappe aufgesetzt, ein gemeinsames Bild für diesen Bericht,… und dann ging es auch schon pünktlich um fünf Minuten nach Acht los. Die Zeit auf der Badekappe sollte also nicht die erhoffte Endzeit, sondern lediglich die Startzeit benennen *g

Das Schwimmen fand in einer kleinen Bucht statt, somit also auch etwas beruhigt und eigentlich angenehm, wäre es nicht so bitterkalt gewesen. Der Neoprenanzug schützte da nur bedingt, die Füße und Finger waren jedenfalls schnell kalt und klamm. Durch die für einen Ironman ungewohnten Wellenstarts (ursprünglich war dieser Wettkampf der Challenge-Familie zugehörig, bevor er dann in der Saison an die WTC verkauft wurde) konnte man den Ein oder Anderen aus der vorherigen Gruppe überholen, es war jedenfalls immer massig was los im Wasser.

Während Frank bereits nach 1,13 Stunden dem kühlen Nass entkommen war, mühte sich Peter als sowieso schlechter Schwimmer noch eine knappe Viertelstunde länger.

Die Radstrecke begann verheißungsvoll, erst ein wenig durch die Stadt, bevor es dann auf die Küstenstraße ging. Guter Asphalt, trockenes Wetter, und Schiebewind. Da machte es Beiden richtig Spaß, mit 38 – 39 km/h durch Dänemark zu radeln. Leider musste man irgendwann zurück, und mit Rückenwind war dann nichts mehr. Aber grundsätzlich, auch wenn es nach 50 Kilometer welliger wurde, ist die Radstrecke schnell. Bei Peter sank die Geschwindigkeit jedoch im zweiten Abschnitt der ersten 90 Kilometerrunde auf bedenkliche 26-27 km/h. Es lag aber in diesem Fall nicht am fehlenden Training, sondern das Vorderrad verlor stetig an Druck. Ein -obwohl Sonntag- geöffneter Radladen auf der Strecke konnte helfen, und im Anschluss war das Radeln wieder zügiger, wenngleich auch ab diesem Moment der Himmel seine Schleusen öffnete und es heftigst zu regnen anfing.

Der Zuschauerzuspruch an der Strecke war OK, die vielen Helfer sehr freundlich, die Strecke sehr gut abgesperrt und es wurde auf jede kleine Gefahrenmöglichkeit hingewiesen. Aber irgendwann war es vorbei. Frank, der noch nie eine solche Distanz im Wettkampf zu bewältigen hatte, war sehr diszipliniert und verausgabte sich nicht voll, wohl wissend, dass noch ein Marathon folgen sollte. Seine Zeit für den Radsplit betrug 5,59 Stunden, Peter folgte mit einer Zeit von 6,25 Stunden (aber zu seiner Entschuldigung sei hier die Problematik mit dem Vorderrad und der Stop beim Radhändler angeführt)

Der Wechsel auf die Laufstrecke verlief bei Beiden problemlos, und was dann auf den ersten Kilometern der gut zehn Kilometer langen Laufrunde an Zuschauern da war, war schon eindrucksvoll. Teilweise in Vierer, Fünferreihen standen die Dänen und applaudierten, feuerten an, schrien sich die Lunge aus dem Leib. Grandios!

Ironman-Copenhagen

Während Peter mit seinem lädierten Knie zu kämpfen hatte, kam Frank locker und entspannt auf der Runde entgegen. Wenn er so weiter läuft, wird der erste Ironman für Frank ein toller Erfolg, dachte sich Peter. Und Frank setzte einen drauf, überholte den nun sichtlich angeschlagenen Mitstreiter, forderte noch frech zum Mitlaufen auf, und entschwand.

Frank sollte den Wettkampf in 11,37 Stunden beenden und war bereits im Hotel und fertig geduscht, als Peter das Ziel nach über 14 Stunden erreichte. Der Grund für diese Zeit: Er musste sich nach zwei Runden entscheiden, verletzt aufzugeben oder aber die verbleibenden 20 Kilometer zu wandern und zu finishen. Er entschied sich für Letzteres! (siehe auch www.ironblog.de)

Triathlon-Fortuna-DuesseldorfDas Fazit:

Eine tolle Zeit für Frank bei seinem ersten Ironman. Die Veranstaltung in Kopenhagen war top organisiert, die Zuschauer sehr begeisterungsfähig und auch bis zum Schluss, wenn die Langsameren (Peter!) finishen, immer noch jubelnd an der Strecke. Die Streckenführung durch Dänemarks Hauptstadt und das Umland schön, besonders aber beeindruckte die Laufstrecke.

Nachdem dann die ersten Wunden geleckt waren (am folgenden Tag besuchten Beide das Spiel der Fortuna in Berlin gegen Union), und die Strapazen des Wochenendes verflogen, meldete sich Frank bei Peter und gab bekannt, sich für den Ironman Kalmar/Schweden im August 2014 angemeldet zu haben.

Peter zog nach und konterte mit Cozumel/Mexico – allerdings noch für dieses Jahr!

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